Zurück

Wir über uns

Weiter

Seite 8

Gefangene beklagen schlimme Zustnde in der Aufnahmeanstalt...

1/2

Ein Hilferuf aus Anstalt Ia

Nachstehenden Brief haben wir jetzt aus der Anstalt Ia erhalten. Diese Anstalt, in der sich brigens auch der Hamburger „Hochsicherheitstrakt" befindet, wird seit lngerem ausschlielich als „Aufnahmeabtei- lung" genutzt, d.h. Gefangene, die zwecks Verb- ung von Strafhaft aus dem Untersuchungsknast kommen, gehen zunchst in die Anstalt Ia, um von dort dann jeweils in einen anderen Knast „eingewie- sen" zu werden. Bereits seit lngerem werden die Aufenthaltszeiten dort immer lnger, weil die Knste berfllt sind. Wir werden diesen Brief jetzt zum Anla nehmen, uns einmal etwas ausfhrlicher mit den dortigen Zustnden zu befassen - soweit uns das aus der Entfernung mglich ist. Da die Zustnde dort immer schlimmer werden, wurde schon seit lngerem hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand erzhlt. Mehr dazu dann auf jeden Fall in der nchsten blickpunkt-Ausgabe ...

Guten Tag!

Mein Name ist Florian Storm, ich bin seit dem 20.3.1997 in Haft. Ich bin schon etwas lnger im Methadon-Programm, bekomme also bereits seit einiger Zeit Methadon. Und ich will nicht lange um den heien Brei herumreden: es geht um die schlimme Situation hier im Aufnahmehaus (Anstalt Ia). Wir sind hier derzeit 8 Gefangene, die im Methadon-Programm sind, einer von uns ist bereits seit mehr als 4 Monaten (!) hier. Auch er soll, wie die anderen, in die Anstalt II verlegt werden. Ich selbst bin nun schon 2 Monate hier und habe in dieser Zeit noch niemanden in die Anstalt II gehen sehen, da es dort in der Anstalt II nur insgesamt 30 Pltze fr Substituierte gibt. Und wir mssen also warten, bis ein Platz frei ist, was derzeit heit, da wir jeden Tag in die Anstalt I gehen mssen, um uns dort unsere tgliche Dosis abzuholen. Unabhngig davon fhle ich mich aber auch aus anderen